Kunstmuseum Basel

Das Kunstmuseum Basel zählt international zu den renommiertesten Museen seiner Art. Seine weltberühmte Sammlung, die Öffentliche Kunstsammlung Basel, umfasst heute rund 4'000 Gemälde, Skulpturen, Installationen und Videos sowie 300'000 Zeichnungen und Druckgrafiken aus sieben Jahrhunderten. Den historischen Kern der Sammlung bildet das Kabinett des Basler Sammlers Basilius Amerbach. 1661 wurde es von der Stadt und der Universität gekauft und von 1671 an der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Sammlung des Kunstmuseums Basel gilt daher als die älteste öffentliche Kunstsammlung eines Gemeinwesens.

Die oberrheinische Renaissance ist mit der weltweit grössten Sammlung von Arbeiten der Holbein-Familie sowie mit bedeutenden Werken von Konrad Witz, Martin Schongauer, Lucas Cranach dem Älteren, Matthias Grünewald und anderen vertreten. Einen Glanzpunkt im 19. Jahrhundert stellen umfangreiche Gruppen von Gemälden Arnold Böcklins und Ferdinand Hodlers dar sowie herausragende Werke von Claude Monet, Camille Pissarro und Vincent van Gogh.
Bei der Kunst des 20. Jahrhunderts liegen die Hauptgewichte auf dem Kubismus (Pablo Picasso, Georges Braque, Fernand Léger), dem deutschen Expressionismus (Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paul Klee, Oskar Kokoschka), dem Abstrakten Expressionismus (Mark Rothko, Barnett Newman, Clyfford Still, Franz Kline) und amerikanischer Kunst seit 1960 (Andy Warhol, Jasper Johns, Frank Stella, Donald Judd, Cy Twombly). Aus den letzten Jahrzehnten schliessen wichtige Werkgruppen von Künstlern wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, On Kawara, Louise Lawler, Simon Starling, Olafur Eliasson, Rosemarie Trockel, Pierre Huyghe und Gabriel Orozco an.

Das stetige Wachstum der Sammlung und der Wunsch nach jeweils zeitgemässer Präsentation machten über die Jahrhunderte hinweg mehrmals Umzüge der Sammlung innerhalb Basels erforderlich, zuletzt 1936 in unseren heutigen Hauptbau am St. Alban-Graben. 1980 fand mit der Eröffnung des Museums für Gegenwartskunst am St. Alban-Rheinweg - einem der weltweit ersten Museen für zeitgenössische Kunst - eine erste grössere bauliche Erweiterung statt. Heute firmiert es unter Kunstmuseum Basel | Gegenwart.

Inzwischen ist ein weiteres Haus hinzugekommen: Gegenüber dem Hauptbau - und unterirdisch mit diesem verbunden - ist ein Neubau entstanden, in dem sowohl Sonderausstellungen als auch Sammlungspräsentationen gezeigt werden. Zugleich hat die Stadt Basel mit dem vom ortsansässigen Architekturbüro Christ & Gantenbein entworfenen Gebäude ein weiteres bauliches Highlight hinzugewonnen. Seit der gemeinsamen Eröffnung von Neubau und saniertem Hauptbau Mitte April 2016 besteht das Kunstmuseum Basel aus drei Häusern.

  • Das erweiterte Kunstmuseum Basel (April 2016), Foto: Julian Salinas
    Das erweiterte Kunstmuseum Basel (April 2016), Foto: Julian Salinas
  • Das erweiterte Kunstmuseum Basel (April 2016), Foto: Julian Salinas
    Das erweiterte Kunstmuseum Basel (April 2016), Foto: Julian Salinas
  • Kunstmuseum Basel, Gegenwart, Foto: Julian Salinas
    Kunstmuseum Basel, Gegenwart, Foto: Julian Salinas
  • «Sculpture on the Move 1946-2016» im Neubau, Foto: Gina Folly
    «Sculpture on the Move 1946-2016» im Neubau, Foto: Gina Folly
  • Innenansicht Neubau, Foto: Gina Folly
    Innenansicht Neubau, Foto: Gina Folly
  • Innenansicht Hauptbau, Foto: Gina Folly
    Innenansicht Hauptbau, Foto: Gina Folly
  • «Barnett Newman» im Kupferstichkabinett im Hauptbau
    «Barnett Newman» im Kupferstichkabinett im Hauptbau
  • «Reinhard Mucha» im Gegenwart, Foto: Gina Folly
    «Reinhard Mucha» im Gegenwart, Foto: Gina Folly
  • «Joseph Beuys – Installationen, Aktionen & Vitrinen» im Gegenwart, Foto: Gina Folly
    «Joseph Beuys – Installationen, Aktionen & Vitrinen» im Gegenwart, Foto: Gina Folly