Vermittlungsangebote

Zu den ausgestellten Werken bieten wir alters- und stufengerechte Führungen und Workshops durch eine Vermittlungsperson unserer Abteilung Bildung & Vermittlung an. Die Angebote sind interaktiv konzipiert und benötigen keine Vorkenntnisse der Gruppe. Vor ausgewählten Originalen fokussieren wir auf die Wahrnehmung einerseits und auf einzelne Künstler, Themen, Stile und Gattungen andererseits. Dabei bedienen wir uns sowohl der Sprache als auch anderer Ausdrucksformen und Medien (Skizze, Musik, darstellendes Spiel und vieles mehr). Ist Ihr Thema nicht unter den aufgeführten Angeboten oder haben Sie Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir versuchen, Ihre Wünsche zu berücksichtigen.

Für Primar- bzw. Grundschulen (1.-6. Klasse) empfehlen wir, die Führung in der Ausstellung mit einem Atelierbesuch abzurunden, bei dem eine gestalterische Arbeit entsteht. Dauer und Kosten gemäss Führung ohne Atelier.

Dauer: 60—­90 Minuten, mit oder ohne Atelier

Kosten: CHF 220.­— (Schulen BS/BL gratis)

Anmeldefrist: 14 Tage im Voraus

> Anmeldung

Fragen betreffend Buchung beantwortet die Führungskoordination, 
Tel. +41 (0)61 206 63 00, tours‎@‎kunstmuseumbasel.ch

Fragen betreffend Inhalte beantwortet die Bildung & Vermittlung, 
Tel. +41 (0)61 206 62 88, bildung.vermittlung‎@‎bs.ch

Improvisation – wie Musik ein Bild beschreiben könnte


Wie tönt ein Bild? Wie lassen sich Bilder und visuelle Elemente mit Instrumenten und Geräuschen vertonen? Nach einer ersten Bildbetrachtung mit Worten werden passende Instrumente ausgewählt, Klänge und Geräusche ausprobiert, um danach eine Komposition zu versuchen. Die einzelnen Gruppen spielen sich gegenseitig ihre musikalische Improvisation vor, währendem die Zuhörenden ein Bild zu den Klängen skizzieren. Der Vergleich der Skizzen mit dem Referenzbild schliesst das musikalische Experiment ab. 

Für alle Schulstufen.

Knacknuss Gegenwartskunst? 

 

Gegenwartskunst ist manchmal schwer zugänglich. Sie scheint eine Nuss zu sein, die sich dem Knacken verweigert. Wir stellen uns dieser Aufgabe und gehen Fragen an wie: Wo liegt die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst? Was sind Themen und Medien der Kunst der Gegenwart? Wer macht die Kunst von heute: der Künstler, der Kunstmarkt, das Museum oder gar das Publikum? Wir betrachten die Originale, experimentieren vor Ort, gestalten im Atelier und finden vielleicht den Nussknacker.

 

Für alle Schulstufen.

perfekt – imperfekt


Bei diesem Museumsbesuch der anderen Art entscheidet der Zufall, welche Kunstwerke sich die Schülerinnen und Schüler genauer anschauen! Im Anschluss wird im Atelier nicht – wie häufig in der Schule – die Perfektion trainiert, sondern es wird eine Erfahrung des Imperfekten ausgelöst, eine Erfahrung ausserhalb der Norm: Die Schülerinnen und Schüler legen sich selber Hindernisse in den Weg, deren Überspringen aber Spass macht und sie Neues entdecken lässt. Unterwegs vom Zufall bestimmt entdecken sie schliesslich, dass die Unterteilung in perfekt / imperfekt nicht absolut und gegeben, sondern hinterfragbar und relativ ist.

 

Für alle Schulstufen.

 

 

Der Lauf der Dinge

Das Schweizer Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss haben aus Gegenständen wie Eimer, Besen, Kerzen, Räder und vielem mehr einen amüsanten Parcours aufgebaut. Ein Impuls setzt alles in Bewegung. Diesen Lauf der Dinge haben sie in einem Video aufgezeichnet. Die Faszination und der Humor dieser Arbeit animiert dazu, im Atelier selbst mit Gegenständen zu experimentieren.

Für alle Schulstufen.

Der verlorene Handschuh

Ilya Kabakovs Installation Denkmal für einen verlorenen Handschuh steht in der Nähe des Museums und lädt Passanten ein, für einen kurzen Augenblick innezuhalten und das Geheimnis des Handschuhs zu lüften. Kabakov reflektiert und inszeniert auf poetische Weise unseren persönlichen Umgang mit Erinnerungen und Geschichte(n) und hinterfragt die gesellschaftliche Gedenkkultur. Im Gespräch oder im Spiel beschäftigen sich die TeilnehmerInnen mit diesem Werk und entwickeln eigene Erinnerungsgeschichten.

Für alle Schulstufen.

Tierbilder 

Mensch und Tier – Was bedeutet das? Nach einem Einstieg über unsere Erfahrungswelt begeben wir uns ins Reich der Tiere unserer Kunstsammlung. Auf spielerische Weise vergleichen wir Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts, in denen das Tiermotiv jeweils eine besondere Rolle spielt wie bei Degas, Rousseau oder Chagall. Wir schauen genau, was die Bilder uns erzählen, und wie die Tierdarstellungen umgesetzt wurden.

Für die Primarstufe.

Kunstkarussell – Die Vielfalt der Formen und Farben in der Kunst

Alles dreht sich um Farben und Formen: Ihre Vielfalt kennt keine Grenzen, sie sind unendlich kombinierbar. Wir lernen verschiedene Künstler kennen, die das Experiment nicht scheuen, den Dingen ein neues Kleid zu verpassen, so dass sie kaum wiederzuerkennen sind, sei es in Bezug auf die Farbe oder in Bezug auf die Form. Ob wir doch etwas erkennen und uns etwas zu erzählen haben? 

Für die Primarstufe.

Im Experimentierfeld der Geometrie

Der Künstler Sol LeWitt greift in seinen Arbeiten immer wieder geometrische Formen wie Quadrate, Kreise und Würfel auf und kombiniert sie untereinander.
Seine grosse Wandzeichnung im Museum wird auf vielfältige Weise betrachtet; danach mit Bleistift, Zirkel und Lineal experimentiert. Sein künstlerischer Ansatz und die Fragen nach Autorschaft und Original werden besprochen.

Ab 3. Schuljahr.

Das Porträt im Wandel

Werke der Gattung Porträt erlauben uns, die Kunst im Wandel der Moderne kennen zu lernen. Vor ausgesuchten Originalen diskutieren wir Formen der Selbst- und Fremddarstellung und entdecken gleichzeitig die künstlerische Suche nach einer neuen Bildsprache im 19. und 20. Jahrhundert. Wo dient die Malerei dem individuellen Abbild eines Menschen und wo wird sie modellhaft und thematisiert sich selbst? Wie funktioniert die Selbst- und Fremdinszenierung heute?

Für die Mittel- und Oberstufe.

Beuys – Botschaft 

Joseph Beuys hat in Installationen und Aktionen Botschaften vermittelt, die man im aktiven Schauen entschlüsseln kann. Er war auf der Suche nach einem „erweiterten Kunstbegriff“ und hat Ende der 1970er Jahre zu einem kreativen Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik aufgefordert. Die Idee des „erweiterten Kunstbegriffs“ soll anhand seiner Installationen und gefilmten Aktionen diskutiert werden. Wir sprechen im Anschluss über die eigenen Vorstellungen und Botschaften und halten diese mit Video fest.

Für die Mittel- und Oberstufe.

Video und Körper

In den 60er Jahren entdecken viele KünstlerInnen wie Martha Rosler, Vito Acconci und  Bruce Nauman das Video als neues Medium für ihre Kunst. Die Selbstwahrnehmung, der gesellschaftliche Umgang mit Körper sowie unterschiedliche Verhaltensweisen und Geschlechterrollen werden in diesen frühen Arbeiten (oft Aufzeichnungen von Performances) hinterfragt. Dieser Themenkreis wird anhand verschiedener Videoarbeiten aus der Sammlung diskutiert und mit der Videokamera untersucht.

Für die Mittel- und Oberstufe.

Who rules my world?

Wie funktionieren Systeme und wie prägen sie meinen Alltag in der Schule, im meinem Sportclub und im Ausgang? Was passiert, wenn ich in ein System nicht recht reinpasse, wenn ich aussteigen will? Wer gibt eigentlich die Regeln für mein Leben vor? Anhand der ausgestellten Werke unterschiedlicher Gegenwartskünstler denken wir uns in die Logik von Abläufen und Muster ein. Wir hinterfragen die Normativität von Systemen und spüren deren Ein- und Ausschlussmechanismen nach.

Für die Oberstufe.