Anhand von Skizzen, Studien und bildmässig ausgearbeiteten Zeichnungen aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts Basel kann beobachtet werden, welche Traditionen aufgenommen und erneuert werden – wie beispielsweise das Kopieren nach alten Meistern. Es wird aber auch deutlich, wo Zeichner neue Wege einschlugen, das heisst neue individuelle Formen entwickelten und damit die künstlerischen Mittel von einer dem Bildgegenstand dienenden Funktion zunehmend befreiten. Der Bogen wird von Klassizismus und Romantik (Füssli, Carstens, Friedrich, Ingres und Delacroix) bis zum jungen Picasso gespannt, der um 1906/07 durch seine Beschäftigung mit Ingres’ Klassizismus die eigenen spätsymbolistischen Anfänge hinter sich lassen konnte. Das Nebeneinander von deutschen, französischen und Schweizer Zeichnungen ermöglicht interessante Vergleiche, das Aufzeigen von Gemeinsamkeiten, Parallelen, aber auch Unterschieden.
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