28.09.2013 – 27.04.2014

every time you think of me, I die, a little
Das Memento Mori bei Andy Warhol und Douglas Gordon

Kuratorin: Nikola Dietrich

Douglas Gordon, Looking Down With his Black, Black, Ee, 2008

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Memento mori, einem Symbol der Vanitas, in den Werken von Andy Warhol und Douglas Gordon aus eigenen Beständen. Im kunsthis­torischen Rückblick betrachtet, erscheint es mehrheitlich als ein Stilllebenmotiv mit Dar­stellungen von die Vergänglichkeit symbolisie­renden Objekten wie faulenden Früchten oder Totenschädel. Konzeptueller Ausgangspunkt dieser thematischen Ausstellungsperspektive bilden Gordons Videoinstallationen 24 Hour Psycho Back and Forth and To and Fro und Looking down with his black, black, 'ee, beide 2008. Im letztgenannten dreiteiligen Werk hüpfen Raben auf steinernen Stufen eines go­tischen Gebäudes umher oder schauen vom Dach hinunter. Der Künstler spielt damit auf die mittelalterliche Vorstellung vom Raben als Unglückszeichen an, der das Böse oder den Boten des Todes symbolisiert.

Den Werken gegenübergestellt werden Andy Warhols Gemälde Optical Car Crash (1962) und Black and White Disaster #4 (1963), in denen er sich auf Grundlage von bestehenden, massenmedial verbreiteten Bildvorlagen mit den Themen von Tod und Desaster auseinan­dersetzt. Durch die mehrfache Wiederholung des Motivs verkehrt es sich in ein den Schre­cken entkräftendes Moment. In Warhols Film Kiss (1963/1964) werden verschiedene, küs­sende Paare für jeweils 3 Minuten und in Zeitlupe projiziert gezeigt, wodurch die starr wirkende Pose wie eine Parodie auf den für Hollywood typischen Filmkuss erscheint.

Ergänzt wird die Ausstellung um weitere Werke der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, der Emanuel Hoffmann-Stiftung und einigen zusätzlichen Leihgaben. Bruce Nauman, Carol Rama, und Ricco Wassmer sind ebenso vertreten wie Wolfgang Tillmans, u.a.m.

Die Ausstellung wird unterstützt durch: Fonds für künstlerische Aktivitäten im Museum für Gegenwartskunst der Emanuel Hoffmann-Stiftung und der Christoph Merian Stiftung und die Stiftung für das Kunstmuseum Basel.